Widerstand und Verantwortung

Unter diesem Titel lief vom 12. Mai bis zum 7. September 2024 eine Ausstellung zum 80. Jahrestag der Hinrichtung des Uboot-Kommandanten Oskar Kusch im Innenhof des Marineuntersuchungsgefängnisses in Kiel-Wik, Rostocker Straße 1.

Sollten Sie interesse an einer Besichtigung des Marineuntersuchungsgefängnisses haben, melden Sie sich gerne zur Terinvereinbarung unter:
info@oskarkusch.de
oder telefonisch unter 016096216660

Führungen und Workshops finden Sie hier.

Der Oberleutnant zur See Oskar Kusch, geboren am 6. April 1918 wurde am 12. Mai 1944 wegen Wehrkraftzersetzung und des Abhörens von Feindsendern auf dem Schießplatz in Kiel-Holtenau hingerichtet.
1998 wurde die Straße „Am Schießplatz“ umbenannt in „Oskar-Kusch-Straße“.

Die Ausstellung beleuchtet den Weg eines Delinquenten zum Namensgeber einer Straße in Altenholz und einer Mole im Kieler Marinestützpunkt.

Workshops

Projekt-Aktion zu Oskar Kusch: „Sichtbar werden“ in Kooperation mit dem „Institut für Nachhaltige Entwicklung und Lokale Ökonomie e.V.“

„Sichtbar werden“ ist ein Kunstprojekt, bei dem wir nach einem Gang durch das Gefängnis mit Besichtigung der Todeszellen gemeinsam künstlerisch tätig werden.

Ein Workshop zu Mut und Zivilcourage

Oskar Kusch war kein Held, kein Märtyrer oder Widerstandskämpfer. Er war einfach jemand, der seinen Mund nicht halten konnte. Der selber denken und sich nicht dem hohlen Geschwätz der Nazis anschließen wollte. Ein Freigeist vielleicht, ein kritischer und aufgeklärter Mensch. So wie Du.

In diesem Workshop geht es um Zivilcourage, Werte und Mut. Wie verhalte ich mich in Situationen, die für mich oder andere nicht gut sind? Klappe halten und wegsehen oder aufstehen und für mich und andere einstehen? Wo sind Deine Grenzen? Wie kannst Du Dich schützen und verteidigen?

Was sind Deine Superkräfte und wofür bist Du bereit, sie einzusetzen?

Wir schauen uns gemeinsam Situationen an, in denen Du wie Oskar sein willst und probieren aus wie Du Haltung zeigen kannst ohne Dich und andere zu gefährden.

Dazu schauen wir uns natürlich auch die Ausstellung über Oskar Kusch an und erzählen aus seinem Leben.

Das Angebot richtet sich an Gruppen mit 3 bis 12 Teilnehmenden und findet im Innenhof des Marineuntersuchungsgefängnisses, Rostocker Straße1 statt.

Der Workshop ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Ein Workshop zur Analyse und Reflexion

Was ist Widerstand, wo beginnt er, wann befinde ich mich wirklich im Widerstand, wie hat sich mein Widerstand entwickelt. Welche Formen des Widerstands gibt es?

Gemeinsam entwickeln wir Antworten auf alle diese Frage anhand von persönlichen Erlebnissen, mit Bezug auf historische Geschehnisse.

Der Workshop ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Mystery

Die Gehenisse, Besonderheiten rund um Geschichte Oskar Kuschs erforschen.
Dieser Workshop wurde entwickelt von Inga Asmussen, Kreisfachberaterung für kulturelle Bildung im Kreis Plön.

Über uns

An der Ausstellung, dem Rahmenprogramm und den Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag der Hinrichtung des Oberleutnants zur See Oskar Kusch sind folgende Institutionen beteligt:

Maritimes Viertel, e.V.
Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, e.V.
Initiative Marineuntersuchungsgefängnis
Zentrum zur Geschichte Kiels im 20. Jahrhundert
Marinestützpunktkommando, Einsatzflotille 1
Deutscher Marinebund, Laboe
Volksbund Kriegsgräberfürsorge
Verband Deutscher Ubootfahrer

Folgende Institutionen und Personen haben das Projekt maßgeblich unterstützt:

Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten
Die Fachberaterin für Kulturelle Bildung im Kreis Plön, Inga Asmussen
Dr. Heinrich Walle, Marinehistoriker, Bonn

Ein großer und besonderer Dank geht an Kapitänleutnant Armin Hansen, 2WO Tender Mosel, der für regelmäßige Treffen, Vernetzung und Transparenz gesorgt hat.

Blog

An dieser Stelle erzähle ich von der Ausstellung und von der Forschung zu Oskar Kusch

Veröffentlicht am

Im Archiv

Archive können ja sehr unterschiedlich aussehen. Geordnet oder ungeordnet, alles in Mappen, Ordnern, oder Kisten vertaut. Verschlagwortet oder einfach in einer ungeordneten Liste irgendwohin gekritzelt. Jede einzelne dieser Variationen habe ich schon gesehen.

Beispiel für ein „Familienarchiv“

Mein letzter Archivbesuch war im Marinearchiv in Wilhelmshaven. Ich hatte im Voraus einen Archivauszug bekommen, in dem aufgelistet war, welche Archivalien im Zusammenhang mit Kusch vorhanden sind. Da ich einige bereits als Digitalisat erhalten hatte, handelte es sich nur um zwei Aktenordner und zwei Logbücher. eines von Kusch und eines von seinem Bordkameraden auf dem leichten Kreuzer Emden.

Die Aktenordner enthielten vieles aus dem Nachlass von Kuschs Vater, der auf einigen Umwegen nach Wilhelmshaven gekommen war. Unter anderem beschreibt Oskar-Heinz Kusch in einem Brief an seine Nichte, wie er das Verfahren gegen Richter Hagemann beurteilt, wie lange es gedauert hat und welche Widersprüche sich aufgetan haben.

Diese alten Texte zu lesen und in die damalige Zeit einzutauchen finde ich immer wieder sehr spannend und motivierend, weiterzuforschen.

Der Delinquent ist anwesend

Einladung Verhaftet am …, hingerichtet am …, die Stationen dazwischen spielen meist kaum eine Rolle in der Geschichte von unschuldig verurteilten und hingerichteten Widerständlern. „Der Delinquent ist anwesend“ nimmt genau diesen Zeitraum in den Blick. Die Installation im Innenhof des Marineuntersuchungsgefängnisses ermöglicht dem Besuchenden den Platz des Richters, des Angeklagten oder des Zuschauers einzunehmen, sich …

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Im Archiv

Archive können ja sehr unterschiedlich aussehen. Geordnet oder ungeordnet, alles in Mappen, Ordnern, oder Kisten vertaut. Verschlagwortet oder einfach in einer ungeordneten Liste irgendwohin gekritzelt. Jede einzelne dieser Variationen habe ich schon gesehen.

Der Delinquent ist anwesend

Verhaftet am …, hingerichtet am …, die Stationen dazwischen spielen meist kaum eine Rolle in der Geschichte von unschuldig verurteilten und hingerichteten Widerständlern. „Der Delinquent ist anwesend“ nimmt genau diesen Zeitraum in den Blick.

Kontakt


Für Führungen, Workshops und sonstige Anliegen: Mail an das Orgateam
oder anrufen: +49 16096216660

Für Workshops, vor allem im Kontext Bundeswehr: Mail an: info@imug-kiel.de
oder anrufen: +49 16096216660